Der Lauf der Dinge war ein begehbares Hörspiel vom Moks-Ensemble ab 8 Jahren. Besucher*innen des Audiowalks begleiteten ihren Kopfhörer bei seinem letzten Tag vor der Aussortierung bis hin zu seiner Flucht zu einem Ort, an dem sich eigenartige, aussortierte Wesen tummelten. Für den Audiowalk habe ich aus ausrangierten Dingen diese neuen Wesen entstehen lassen. Schrott, Fundstücke und Materialien, deren Lebenszeit eigentlich abgelaufen war, wurden neu zusammengesetzt und haben so sowohl im Hörspiel als auch in echt ein zweites Leben bekommen. Sie luden Besucher*innen ein, die Welt der Abfälle und Überbleibsel mit neuen Augen zu betrachten.
Pressetext
Im Keller führen die Dinge ihr Eigenleben. Ein analoger Kopfhörer – älterer Bauart: mit Klinkenkabel und ohne Bluetooth – ermöglicht einen Einblick in dieses streng regulierte und geordnete Leben und führt die Besucher:innen durch unbekannte Räume und noch unbekanntere, faszinierende Welten. Es ist sein letzter Arbeitstag als Audio-Guide in der vom Ministerium der Dinge gesponserten Tour. Danach droht die Aussortierung, das Vergessenwerden. Sein Schicksal als abgelegter Kopfhörer vor Augen, ist es an den Besucher:innen ihn bei seinem letzten Abenteuer zu begleiten. Zwischen summenden Stromkästen und verzweigten Lüftungssystemen gilt es, den gewohnten Lauf der Dinge abzuwenden. Als kollektive Stückentwicklung hat das Ensemble mit Mitarbeiter:innen des Moks ein begehbares Hörspiel entwickelt, bei dem die Zuschauer:innen einzeln und mit Kopfhörer ausgestattet in die Kellerräume vom Theater Bremen abtauchen.